Marmelade selber machen

Marmelade selber machen

Im Sommer und Herbst, wenn alle Bäume und Sträucher Früchte tragen, ist es wieder an der Zeit für MARMELADE. Für den einen oder anderen klingt das jetzt vielleicht für eine Menge Arbeit, aber die ist es auf jeden Fall wert. Am meisten Arbeit würde ich sagen, ist das Pflücken, Säubern und Vorbereiten der Früchte. Das Marmeladekochen an sich geht eigentlich ziemlich schnell.

Der Pflück- und Vorbereitungsprozess ist aber von Obst zu Obst verschieden. Beeren sind klein und müssen einzeln von den Ästen gezupft werden, weshalb sie auch die zeitintensivsten Früchte sind. Stein- und Kernobst sind durch ihre Größe definitiv schneller gepflückt und entkernt.

Vorbereitung Beeren (z.B. Himbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren, rote und schwarze Johannisbeeren etc.):
Waschen und von restlichen Äste, Stiele und Blättern trennen.

Vorbereitung Steinobst (z.B. Zwetschken/Pflaumen, Marillen, Kirschen etc.):
Waschen, Früchte halbieren und Kern entfernen. Eingedrückte Stellen und Wurmlöcher wegschneiden.

Schlechte Früchte unbedingt entfernen!

Bei manchen Obstsorten wie zum Beispiel Äpfel oder Trauben bietet es sich an, die Früchte zu entsaften und dann Gelee zu kochen. Vor allem bei Trauben ist das Entfernen sehr mühsam und schwierig, weshalb Entsaften definitiv gewinnbringender ist. (Siehe Beitrag Entsaften und Gelee selber machen)

Da jetzt die Früchte vorbereitet sind, kommen wir jetzt endlich zum Marmeladekochen.

Marmelade Grundrezept

ZUTATEN

  • 1,5 kg Früchte

  • 1 – 2 EL Rum

  • Saft von 1 – 2 Zitronen

  • 500 g Gelierzucker (1:3)

    Tipp: Bei Zwetschkenmarmelade gebe ich gerne noch einen Teelöffel Zimt dazu und bei der Erdbeermarmelade habe ich frische Zitronenmelisse-Blätter mitpüriert.

ZUBEREITUNG

  • Als Erstes die vorbereiteten Früchte in einen großen Kochtopf geben und pürieren. pürieren
  • Die Masse aufkochen lassen und dann Rum, Zitronensaft und Gelierzucker unterrühren. Ca. 4 – 5 Minuten köcheln lassen und dabei immer wieder umrühren, damit die Masse am Boden nicht anbrennt. Zucker dazugebenkochen lassen
  • Dann eine Gelierprobe machen. Dafür etwas Marmelade auf einen kleinen Teller geben und diesen leicht schwenken. Die Masse sollte nur sehr langsam verrinnen und beim Erkalten fest werden (gelieren). Sollte sie noch zu flüssig sein, etwas länger weiterkochen und wieder eine Probe machen. Gelierprobe
  • Mehrere Marmeladegläser heiß auswaschen und verkehrt auf ein frisches Geschirrtuch oder Küchenrollenblätter stellen.
    Hinweis: Bei diesem Schritt ist es sehr wichtig, dass alles sauber und keimfrei ist, damit die Marmelade dann nicht schlecht wird. Trichter und Schöpflöffel unbedingt auch vorm Verwenden heiß abwaschen und wenn dann nur mit Küchenrolle abtrocknen. Gläser waschen
  • Mit einem großen Trichter die Marmelade in die vorbereiteten Gläser füllen. Hat man beim Füllen den Glasrand angetropft, diesen vorm Verschließen abputzen, damit weiterhin für eine ultimative Frischhaltung gesorgt ist. Außerdem sollte das Glas bis einen halben Zentimeter unter den Rand vollgemacht werden. Marmelade abfüllensauberer Rand
  • Den Deckel immer sofort auf das befüllte Glas schrauben, damit sich ein Vakuum bildet und die Marmelade länger frisch bleibt. Dann erst das nächste Glas befüllen usw. Das letzte Glas wird meistens nicht ganz voll, dieses am besten nach dem Erkalten als Kostprobe verwenden, da es schneller schlecht werden kann. Die vollen Marmeladegläser am besten im kühlen Keller lagern.
  • Wenn man den Dreh heraus hat, kann man auch etwas Experimentieren, Früchte mischen und Gewürze ausprobieren. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt 😉